Deutscher Fußball-Bund tausendster Unterzeichner der Charta der Vielfalt

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) heute in Frankfurt hat die Bedeutung des Themas Diversity eine neue Qualität erreicht. Im Beisein von Staatsministerin Maria Böhmer unterschrieb DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger die Charta als tausendster Unterzeichner und bringt damit ein klares Bekenntnis zu mehr Vielfalt in der deutschen Gesellschaft und insbesondere im Sport zum Ausdruck.

„In den deutschen Auswahlmannschaften des DFB wird Vielfalt schon lange  gelebt und ist ein echter Erfolgsfaktor: Vor allem bei den Männern. Bei der WM  2010 in Südafrika verfügte fast die Hälfte des Kaders über einen  Migrationshintergrund, bei der U17, die gerade Dritter bei der WM in Mexiko geworden ist, lag der Prozentsatz sogar noch höher. Darauf sind wir stolz und  werden diesen Weg weitergehen, um auch bei den Frauen die Integration durch  Fußball weiter zu stärken sagte Dr. Zwanziger nach der Unterzeichnung der Urkunde.


Dass Unternehmen ebenso wie der Sport durch Vielfalt bereichert werden, meint  Holger Beeck, Vertreter des Charta-Vorstands und stellvertretender  Vorstandsvorsitzender von McDonald’s Deutschland: „Ein wichtiger Grundpfeiler unseres gesellschaftlichen Fortschritts sind vielfältige, eingespielte Teams,  die Dinge motiviert vorantreiben. Das gilt für Wirtschaft und Sport gleichermaßen. Wir freuen uns deshalb sehr, dass der DFB unser Bestreben nach noch mehr Vielfalt mit der Unterzeichnung der Charta unterstützt.


Wie groß der gesamtgesellschaftliche Nutzen ist, wenn in Deutschland Vielfalt als Chance begriffen wird, verdeutlichte Staatsministerin Böhmer in ihrer Rede: Vielfalt ist ein Erfolgsmodell! Der DFB setzt schon seit Jahren erfolgreich auf  die Potenziale von Migranten. Fußball ist der Integrationsmotor. Hier gelingt der Erfolg nur als Team - genauso wie bei der Integration. Als tausendster Unterzeichner der Charta verleiht der DFB dem Thema Diversity einen weiteren kräftigen Schub. Die Botschaft lautet: Nicht nur im Sport, auch in Wirtschaft und Verwaltung gilt es, die Potentiale der Migranten in unserem Land zu nutzen. Immer mehr Unternehmen und Organisationen setzen das Motto des DFB 'Integration fängt bei mir an' um und engagieren sich verstärkt bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen aus Zuwandererfamilien. Angesichts des Fachkräftemangels in vielen Bereichen der Wirtschaft sind Migranten für die Unternehmen ein handfester Gewinn. Sie sichern sich ihre Fachkräfte von morgen. Und unser Land profitiert durch die Stärkung des Zusammenhalts.


Die „Charta der Vielfalt wurde 2006 gegründet. Schirmherrin der Initiative  ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Die Unterzeichnung der Charta ist eine Selbstverpflichtung zu Vielfalt, Toleranz, Fairness und Wertschätzung in der Arbeitswelt.
Der bisherige Erfolgsweg der Initiative zeigt die wachsende Bedeutung des Themas Diversity für Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Beitritt zur Charta  der Vielfalt übernehmen Unternehmen eine gesellschaftliche Vorbildfunktion. Sie zeigen ihre Ansätze zur Bewältigung bevorstehender Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und der demografischen Entwicklung. Die Mitgliedsunternehmen  demonstrieren in diesem Zusammenhang nachahmenswerte Umsetzungsmöglichkeiten. Die entstehenden Impulse sollen an andere Unternehmen und in die Gesellschaft  weitergegeben werden. Die „Charta der Vielfalt" haben in Deutschland bis heute  1000 Unternehmen und Institutionen mit über fünf Millionen Beschäftigten  unterzeichnet. Damit ist die Initiative eine der größten Netzwerke von  Unternehmen und Institutionen in Deutschland.


Der Verein „Charta der Vielfalt e.V. koordiniert seit Januar 2011 als Public Private Partnership unter der Geschäftsführung von Aletta Gräfin von Hardenberg  die Aktivitäten der „Charta der Vielfalt". Der Verein möchte mehr Unternehmen und Organisationen für die Prinzipien der Charta gewinnen, vor allem aber die  Unterzeichner im gegenseitigen Lernen und Erfahrungsaustausch sowie bei der  Umsetzung von Diversity Management unterstützen. Derzeit sind dreizehn  Unternehmen in dem Verein aktiv: BASF, Bayer, BP Europe, Commerzbank, Daimler,  Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, E.ON, Ford, Henkel, McDonald’s  Deutschland und SAP. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat einen Sitz im Vorstand.

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