08.06.2015

870 Aktionen angemeldet – neuer Rekord

Berlin, 8. Juni 2015 – Der Charta der Vielfalt e.V. hat in Berlin den 3. Deutschen Diversity-Tag eröffnet. Zusammen mit der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, sowie Vorständen von BP Europa SE, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Siemens AG gab die größte deutsche Wirtschaftsinitiative für Diversity Management ein klares Bekenntnis ab: Vielfalt ist Teil der deutschen Identität – und ein gezieltes Diversity Management der einzige Weg, die enormen Ressourcen dieser Vielfalt zu entfalten.

„Diversity Management stellt den Menschen in den Mittelpunkt, mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit seinem Können und Wissen, mit seinem Erfolg und auch mit seinen Bedürfnissen. Es fordert dazu auf, den Menschen in seinen Potenzialen zu erkennen und ihn individuell zu fördern. Der gezielte Umgang mit Vielfalt ist heute ein Schlüssel für nachhaltigen Erfolg“, sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles am Nachmittag auf der zentralen Impulsveranstaltung „sichtbar anders // sichtbar gleich – wie viel Vielfalt ist normal?“ im Maxim Gorki Theater in Berlin.

Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutierten auf der Impulsveranstaltung, wie sich im Alltag aus vielfältigen Perspektiven und Kompetenzen gemeinsames Wissen und gemeinsame Werte schaffen lassen. Künstlerische Beiträge des Maxim Gorki Theaters griffen das Leitthema auf. „Deutschland ist vielfältig, das ist ein Fakt. Mehr als 80 Millionen Menschen unterscheiden sich nach Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion und Weltanschauung, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität“, so Ana-Cristina Grohnert, Vorsitzende des Charta der Vielfalt e.V. und Managing Partner Talent bei Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. „Diese Vielfalt anzuerkennen, reicht aber nicht aus. Wir müssen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aller Menschen, die Deutschland ausmachen, als Ressource schätzen und dieses Potenzial bewusst in Wirtschaft und Gesellschaft einbinden.“

Der eigentliche Aktionstag wird am morgigen 9. Juni gefeiert – unterstützt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, das seit 2005 an der Zielsetzung arbeitet, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Einmal im Jahr weist der Deutsche Diversity-Tag darauf hin, dass Vielfalt und Inklusion die einzige Strategie ist, Mega-Trends wie dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Nach einer Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ließen sich durch Diversity Management vier Millionen zusätzlicher Fachkräfte aus der stillen Reserve holen.

Dafür setzen sich immer mehr Unternehmen und Institutionen ein: Rund 450 Organisationen haben zum 3. Deutschen Diversity-Tag mehr als 870 Aktionen angemeldet. Die Angebote reichen von Tagungen und Webinaren über Flashmobs und Foto-Aktionen bis hin zu interkulturellen Menüs. Zum Ver-gleich: Am 1. Deutschen Diversity-Tag 2013 waren es nicht einmal halb so viele Aktionen. „Es ist schön, mittlerweile so viele Unternehmen und Institutionen an unserer Seite zu wissen, die eine simple Wahrheit leben: Wertschätzung ist Wertschöpfung“, so Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Char-ta der Vielfalt e.V.

Neu sind in diesem Jahr Open-Air-Events in drei deutschen Metropolen. Auf zentralen Plätzen in Berlin und Düsseldorf können Besucherinnen und Besucher die Menschen hinter den Aktionen kennenlernen, spannende Fakten über Vielfalt erfahren und sich an der großen Diversity-Fotoaktion beteiligen. Jeweils von 10 bis 18 Uhr macht der Charta der Vielfalt e.V. am 9. Juni auf dem Potsdamer Platz in Berlin und am 10. Juni auf dem Schadowplatz in Düsseldorf Station. Ein drittes Diversity-Open-Air fand am 19. Mai in München statt.

Bildmaterial von der Impulsveranstaltung im Maxim Gorki Theater in Berlin finden Sie ab ca. 20 Uhr hier.
Alle Aktionen sind auf der virtuellen Landkarte eingetragen.

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