14.06.2017

Leysan Keller, Gründungsmitglied von DB Cultures

Portraitbild von Leysan Keller

Im Juni stehen bei uns alle Zeichen auf kulturelle Vielfalt. Die Deutsche Bahn ist Themenpatin für diese Dimension und ermöglicht und spannende Einblicke in die gelebte Vielfalt des Unternehmens. Heute interviewen wir Leysan Keller, Personalentwicklung, Diversity, CSR, Digitalisierung bei DB Services GmbH.

Sie sind Gründungsmitglied der konzernweiten Plattform DB Cultures. Welche Bedeutung hat der interkulturelle Austausch bei der Deutschen Bahn? Und welche Aspekte liegen Ihnen besonders am Herzen?

DB Cultures selbst ist eine freiwillige Mitarbeiterinitiative, die insbesondere Möglichkeiten für die Begegnung zwischen DB-Mitarbeiter/innen mit verschiedensten Kulturen schaffen möchte. Es versteht sich als Austauschplattform und möchte Brücken zwischen den Beschäftigten aus verschiedenen Kulturen und Nationen bauen, die im DB Konzern beschäftigt sind. Ein Beispiel, um das zu illustrieren: Allein bei DB Services in Deutschland kommen die Beschäftigten aus 89 verschiedenen Nationen. Auch im Ausland arbeiten beispielsweise im Logistiksektor der DB weltweit die verschiedensten Nationalitäten eng zusammen. Beispielsweise organisieren wir Informationsabende und Workshops zum Austausch über Länder, interkulturelle und internationale Erfahrungen. Dazu laden dazu erfahrene Kolleginnen und Kollegen sowie und Referierende ein und informieren über interkulturelle Themen (z.B. Vielfalt der Feiertage bei unterschiedlichen Kulturen), sowie über externe Veranstaltungen in diesem Kontext.

Welche Herausforderungen und auch Vorteile erleben Sie beim Arbeiten mit und in fremden Kulturen ganz konkret?

Diversity ist immer eine Herausforderung. Dies gilt auch bei der Zusammenarbeit mit hoher internationaler und interkultureller Vielfalt in einigen Arbeitsbereichen und Projektteams. Viele DB-Teams profitieren dabei von verschiedenen Sprachenkenntnissen und interkulturellen Kompetenzen - gerade wenn es um Kundinnen und Kunden, internationale Geschäftspartner/-innen, Lieferanten oder ähnliches mit unterschiedlichem Background geht. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen in einer global vernetzten Transportwelt mit einer zunehmend diversen Belegschaft die Sprachkentnisse, weshalb wir „Language Lunches“ (Sprach-Stammtische in der Mittagspause) an unterschiedlichen DB-Standorten zu vielfältigen Sprachen von Englisch über Russisch bis Spanisch anbieten.


Welche Rolle spielt der interkulturelle Aspekt bei der Kompetenzbildung der Beschäftigten der Deutschen Bahn?

Für Mitarbeiter/-innen und Führungskräfte, die spezifisch mit internationalen Aufgaben oder/und interkulturell gemischten Teams befasst sind, bietet die DB im Rhamen von Weiterbildungsprogrammen Trainings und Workshops zu interkulturellen Kompetenzen an. Informationen und unterstützende Tools wie „Interkulturelle Kalender" werden ergänzend über Newsletter und Infos-Plattformen im DB-Intranet bereitgestellt.

Welche interkulturellen Begegnungen bei der Deutschen Bahn sind Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben? Und warum?

DB Cultures bildet eine Schnittstelle von der Mitarbeiterebene über Konzernaktivitäten bis zu konkreten Diversity-Programmen. Dabei erleben wir immer wieder intensive, herausfordernde und beeindruckende Momente, wenn z.B. Kolleginnen mit muslimischem Background von ihrer Karriere bei der DB berichten, wenn ein Azubi von seiner Flucht aus Syrien berichtet, wenn Kollegen eine Delegation aus Dubai hier in Arabisch begrüßen oder wenn Kollegen bei DB Cargo aufgrund ihres türkisch- oder russischsprachigen Backgrounds akute Transportprobleme mit internationalen Partnerbahnen spontan lösen helfen können ... das sind die Momente, die uns überzeugen, das wir auf dem richtigen Weg sind.


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