Sexuelle Orientierung und Identität

Ob heterosexuell, schwul, lesbisch, bi-, trans- oder intersexuell: Viele Unternehmen betrachten die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig als „Privatsache“ und demnach als nicht relevant für den beruflichen Alltag. Aber immer mehr Organisationen haben erkannt, dass ein aufgeschlossener Umgang mit dieser Dimension sowie eine offene Unternehmenskultur viel Motivation und Engagement freisetzen. Außerdem öffnet sie Türen zu neuen Talenten und Kundengruppen.

Zentrale Begriffe, die beim Diversity Management in diesem Zusammenhang häufig benutzt werden, sind:

Die an sich wenig sichtbare Dimension der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität wird in vielen Organisationen durch Netzwerke oder Mitarbeitergruppen erkennbar. Diese LGBTIQ-Netzwerke haben einerseits den Zweck, eine Vernetzung und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen. Andererseits helfen sie beim Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen innerhalb der Organisation sowie bei der Ansprache von Kundinnen und Kunden – Stichwort „Pink Marketing“.

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Diversity News

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Studie „Out im Office ?!“ zur LSBT *-Arbeitssituation

aktuelle Erkentnisse zu Sexuelle Identität und Geschlechtsidentität, (Anti-)Diskriminierung und Diversity am Arbeitsplatz

Das Institut für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung (IDA) hat in Kooperation mit der Hochschule Fresenius erhoben und gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes die zentralen Befunde der Studie „Out im Office?!“ vorgelegt. In der ausführlichen Publikation wurden 2884 lesbische, schwule, bisexuelle und Trans-Beschäftigte zu ihrer Arbeitssituation befragt. Lesbische und schwule Beschäftigte gehen offener mit ihrersexuellen Identität um, dennoch ist eine wesentliche Erkenntnis der Studie das weiterhin hohe Ausmaß an Diskriminierung. Die Studie steht als Download PDF und als Printversion zur Verfügung.

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Umfrage zur geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt

Was Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte über Vielfalt und Diskriminierung an Schulen denken

Eine Umfrage des Berliner Senats will klären wie Fachpersonal und pädagogische Mitarbeiter_innnen an Schulen mit dem Thema Vielfalt und Diskrimierung umgehen. Schwerpunkt der Befragung war geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, also die Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen (LSBTI) Jugendlichen sowie ganz allgemein Jugendlichen, die Geschlechternormen nicht entsprechen. Die sexuelle Orientierung der Fachkräfte war eine von vielen erfragten Variablen (neben Geschlecht, Alter, unterrichteten Fächern etc.) und stand keineswegs im Vordergrund. Es scheint jedoch ein Zusammenhang zwischen Fachkräften, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ähnliche Erfahrungen gemacht haben und Ihrem Engagement für LSBTI-Jugendlichen, sodass sexuelle Orientierung mit in den Fragebogen aufgenommen wurde.

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Charta-News