Rote und grüne Kugeln in einem Glasbehälter mit dem Schild Behinderung.

Behinderung

Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen werden im Arbeitsprozess noch zu oft verminderte Produktivität unterstellt. Diversity Management kann dabei helfen, ihre Fähigkeiten und Potenziale in den Vordergrund zu stellen sowie Arbeitsprozesse zu optimieren. Dabei geht es unter anderem um die Barrierefreiheit beim Zugang zum Arbeitsplatz. Weiterhin spielt bei dieser Dimension auch der Leistungswandel in unterschiedlichen Lebensphasen und die damit verbundene Anpassung von Arbeitsplätzen an die jeweiligen Fähigkeiten eine Rolle.

Bei einer Reihe von Organisationen sorgen „DisAbility Manager“ oder „Behindertenbeauftragte“ dafür, dass die Einsatzfähigkeit aller Beschäftigten sichergestellt ist. Ziel ist, die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter_innen mit Behinderung und die Anforderungen, die an Arbeitsplätze gestellt werden, zu erfassen. Für den richtigen „Match“, also das optimale Zusammenwirken, werden Anpassungen am Arbeitsplatz vorgenommen und Beschäftigte für bestimmte Anforderungen qualifiziert. Das Diversity Management wird in manchen Organisationen dabei aktiv von Schwerbehindertenbeauftragten unterstützt.

Für diese Dimension gibt es in Deutschland eine gesetzliche Regelung: die Quote für die Beschäftigung von Schwerbehinderten. Diese liegt bei 5 Prozent für Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeiter_innen. Eine Vielzahl von Unternehmen erreicht die geforderte Quote nicht und zahlt eine Ausgleichsabgabe. Das muss nicht zwangsläufig daran liegen, dass im Unternehmen zu wenig Menschen eine Behinderung haben. Gerade nicht sichtbare Behinderungen werden aus Angst vor Vorurteilen oder Benachteiligungen verschwiegen. Diversity Management kann eine Kultur etablieren, die genügend Vertrauen schafft, um eine Behinderung anzugeben. Für Unternehmen bringt das so auch den Vorteil, die mit einer Nichterfüllung der gesetzlichen Quote verbundenen finanziellen Abgaben zu verhindern.

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Diversity News

Wie sich Menschen mit schwerer Behinderung besser vermitteln lassen

Integrations-Projekt "Chance für München" arbeitet seit 2015 mit großem Erfolg

Das Team aus München berichtet aus jahrelanger Erfahrung, dass die intensive Auseinandersetzung mit den individuellen Fähigkeiten von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern mit Behinderung häufig zu einer Vermittlung führe. Sie alle hätten Potenziale, die im Arbeitsmarkt verwertbar seien, sagt David Riedel, Integrationsmanager und Projektleiter. Manchmal seien Talente sogar besonders ausgeprägt, und insgesamt seien die vermittelten Arbeitskräfte überdurchschnittlich loyal.

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Unternehmensgröße bestimmt Jobchance für Menschen mit Behinderung

Umfrage des Medizinprodukte-Herstellers Coloplast und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung

Menschen mit Behinderung finden in Unternehmen und Organisationen mit 500 bis 999 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die besten Voraussetzungen für eine Karriere. Für eine Untersuchung wurden branchenübergreifend 527 Führungskräfte beschäftigungspflichtiger Unternehmen befragt. Rund 28 Prozent aller Betriebe mittlerer Größe erfüllen der Erhebung zufolge die Inklusionsquote. Unter Arbeitgebern mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird sie zu 26 Prozent erfüllt.

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Charta-News

Portrait von Cawa Younosi

„Inklusion kann einen Vorteil für alle Beschäftigten darstellen.“

Drei Fragen an Cawa Younosi, Head of Diversity & Inclusion Germany – Gesamtverantwortung für diese Themen in Deutschland bei SAP SE