Sexuelle Orientierung und Identität

Ob heterosexuell, schwul, lesbisch, bi oder individuell definiert und gel(i)ebt: Viele Organisationen betrachten die sexuelle Orientierung und sexuelle Identität von Beschäftigten häufig als Privatsache und demnach als nicht relevant für den beruflichen Alltag. Tatsächlich sind aber der Small-Talk am Kaffeeautomaten, Gespräche in der Kantine oder Firmenfeiern mit Partner_in Teil der täglichen Arbeitsroutine; und dabei wird zumeist ganz selbstverständlich die Normvorstellung einer heterosexuellen Partnerschaft vorausgesetzt.

Immer mehr Organisationen haben erkannt, dass ein offener Umgang mit dieser Dimension Rechtfertigungsdruck beseitigt und so viel Motivation und Engagement freisetzt.

Die an sich wenig sichtbare Dimension der sexuellen Orientierung und Identität wird in vielen Organisationen durch Netzwerke oder Mitarbeiter_innengruppen erkennbar. Diese Netzwerke haben einerseits den Zweck, eine Vernetzung und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen. Andererseits helfen sie beim Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und sexuellen Identitäten innerhalb der Organisation. Wie in allen Netzwerken liegt das Augenmerk darauf, offen für alle Menschen zu sein und niemanden auszuschließen.

Zudem öffnet eine intensive Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung und Identität Türen zu neuen Talenten und Kund_innengruppen, beispielsweise bei der Berücksichtigung von sexueller Vielfalt in Marketingentscheidungen.

Wir danken Lena Balk, Dr. Thomas Köllen, Prof. Dr. Barbara Sieben und Lucie Veith für die Unterstützung und Gespräche im Zusammenhang mit der Überarbeitung unserer Dimensionen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Links.

Diversity News

Mehr Diversität auf den Bühnen von Musikfestivals

Nina und Lotta Kummer von der Band "Blond" stellen Forderung

Den Schwestern reicht ein „sich Mühe geben“ nicht mehr, sie fordern mehr Flinta-Personen auf Musikbühnen sehen – also Frauen, Lesben, Inter-, Nonbinär-, Trans- und Agender-Menschen. „Wenn man sich die Line-ups so richtig großer Festivals anguckt, ist immer noch erschreckend, wie wenig Flinta-Personen da stattfinden", sagte Nina Kummer in einem MDR-Interview. Nina und Lotta Kummer sind die jüngeren Geschwister der „Kraftklub“-Musiker Felix und Till Kummer.

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Kanada lässt gleichgeschlechtliche Paare beim Eistanz zu

Die Zulassung gilt ab dem nächsten Jahr für nationale Wettbewerbe

Unter dem Motto „Skaten für alle“ erlaubt der kanadische Eislaufverband Skate Canada bei nationalen Wettbewerben im Paarlauf und im Eistanz die Teilnahme von gleichgeschlechtlichen Paaren. Den Sport zeichne seine Mischung aus Athletik und Kunst aus, so der Verband. Diese Gelegenheit soll nun für gleiche Wettbewerbsbedingungen genutzt werden, unabhängig davon, wie sich Einzelpersonen identifizieren.

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Charta-News

Ein Portraitbild von Denise Hottmann.

Denise Hottmann im Interview

Das Regenbogennetzwerk sorgt für Kulturveränderung  

Veranstaltungen

Austauschforum Diversity & Inclusion I

digital
Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) lädt ein: Thema sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt im Unternehmen.  

PROUT AT WORK Netzwerk Call

digital
Ein Austausch der LGBT*IQ-Netzwerker_innen mit der Geschäftsstelle der PROUT AT WORK Stiftung.  

PROUT PERFORMER Lunch Talk mit Wolfgang Link

digital
Interessanten Austausch über Vorbilder und Sichtbarkeit in der LGBT*IQ Community.