Sexuelle Orientierung und Identität

Ob heterosexuell, schwul, lesbisch, bi oder individuell definiert und gel(i)ebt: Viele Organisationen betrachten die sexuelle Orientierung und sexuelle Identität von Beschäftigten häufig als Privatsache und demnach als nicht relevant für den beruflichen Alltag. Tatsächlich sind aber der Small-Talk am Kaffeeautomaten, Gespräche in der Kantine oder Firmenfeiern mit Partner_in Teil der täglichen Arbeitsroutine; und dabei wird zumeist ganz selbstverständlich die Normvorstellung einer heterosexuellen Partnerschaft vorausgesetzt.

Immer mehr Organisationen haben erkannt, dass ein offener Umgang mit dieser Dimension Rechtfertigungsdruck beseitigt und so viel Motivation und Engagement freisetzt.

Die an sich wenig sichtbare Dimension der sexuellen Orientierung und Identität wird in vielen Organisationen durch Netzwerke oder Mitarbeiter_innengruppen erkennbar. Diese Netzwerke haben einerseits den Zweck, eine Vernetzung und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen. Andererseits helfen sie beim Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und sexuellen Identitäten innerhalb der Organisation. Wie in allen Netzwerken liegt das Augenmerk darauf, offen für alle Menschen zu sein und niemanden auszuschließen.

Zudem öffnet eine intensive Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung und Identität Türen zu neuen Talenten und Kund_innengruppen, beispielsweise bei der Berücksichtigung von sexueller Vielfalt in Marketingentscheidungen.

Wir danken Lena Balk, Dr. Thomas Köllen, Prof. Dr. Barbara Sieben und Lucie Veith für die Unterstützung und Gespräche im Zusammenhang mit der Überarbeitung unserer Dimensionen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Links.

Diversity News

Angst vor dem Outing am Arbeitsplatz

Aktuelle Studie der Boston Consulting Group dokumentiert Vorbehalte

Obwohl immer mehr Unternehmen das Thema Diversity entdecken und zu nutzen versuchen, ist es bis zur konsequenten Wertschätzung der Vielfalt im Arbeitsalltag oft noch ein weiter Weg. Das legt zumindest eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) nahe. Sie zeigt, dass die Angst der LGBT-Community vor Diskriminierung und Ausgrenzung im Job hierzulande nach wie vor groß ist.

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Unternehmen gründen Partnerschaft für globale LGBTI-Gleichstellung

Die globale Initiative hat die Abschaffung von LGBTI-Diskriminierung am Arbeitsplatz bis 2020 zum Ziel.

Die Mitgliedsunternehmen des Charta der Vielfalt e.V., EY und Deutsche Bank, haben zusammen mit unseren Unterzeichnerunternehmen Accenture und Microsoft eine globale Initiative zur Bekämpfung von LGBTI-Diskriminierung am Arbeitsplatz ins Leben gerufen.

"Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verstößt nicht nur gegen grundlegende Menschenrechte, sondern wirkt sich auch negativ auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven von Einzelpersonen, Unternehmen und Ländern aus." Daher fordert die Initiative, die vom Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte unterstützt wird, die Gleichstellung bis 2020.

Mehr Informationen (in Englisch)

Charta-News

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