Sexuelle Orientierung und Identität

Ob heterosexuell, schwul, lesbisch, bi oder individuell definiert und gel(i)ebt: Viele Organisationen betrachten die sexuelle Orientierung und sexuelle Identität von Beschäftigten häufig als Privatsache und demnach als nicht relevant für den beruflichen Alltag. Tatsächlich sind aber der Small-Talk am Kaffeeautomaten, Gespräche in der Kantine oder Firmenfeiern mit Partner_in Teil der täglichen Arbeitsroutine; und dabei wird zumeist ganz selbstverständlich die Normvorstellung einer heterosexuellen Partnerschaft vorausgesetzt.

Immer mehr Organisationen haben erkannt, dass ein offener Umgang mit dieser Dimension Rechtfertigungsdruck beseitigt und so viel Motivation und Engagement freisetzt.

Die an sich wenig sichtbare Dimension der sexuellen Orientierung und Identität wird in vielen Organisationen durch Netzwerke oder Mitarbeiter_innengruppen erkennbar. Diese Netzwerke haben einerseits den Zweck, eine Vernetzung und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen. Andererseits helfen sie beim Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und sexuellen Identitäten innerhalb der Organisation. Wie in allen Netzwerken liegt das Augenmerk darauf, offen für alle Menschen zu sein und niemanden auszuschließen.

Zudem öffnet eine intensive Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung und Identität Türen zu neuen Talenten und Kund_innengruppen, beispielsweise bei der Berücksichtigung von sexueller Vielfalt in Marketingentscheidungen.

Wir danken Lena Balk, Dr. Thomas Köllen, Prof. Dr. Barbara Sieben und Lucie Veith für die Unterstützung und Gespräche im Zusammenhang mit der Überarbeitung unserer Dimensionen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Links.

Diversity News

Erste gleichgeschlechtliche Ehe vor 30 Jahren geschlossen

Überblick zur internationalen Rechtsprechung bei homosexuellen Beziehungen

Am 1. Oktober 1989 wurde in Dänemark die erste gleichgeschlechtliche Ehe der Welt zwischen zwei Männern geschlossen. Seitdem haben viele andere Länder nachgezogen. Anderenorts droht jedoch bei Gefühlsäußerungen zwischen Partnern des gleichen Geschlechts immer noch Bestrafung. Die Tagesschau hat einen Überblick zur internationalen Lage zusammengestellt.

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Sexuelle Orientierung ist die Summe zahlreicher Faktoren

Internationales Forschungsteam präsentiert bis dato umfangreichste Untersuchung

Wie für andere Verhaltensmerkmale auch finden sich zahlreiche genetische Effekte, die Einfluss auf die Entwicklung der sexuellen Orientierung nehmen. Eine aktuelle Studie zeigt: Es gibt nicht das eine "Homo-Gen", sondern Hunderte oder Tausende genetische Varianten beeinflussen die Entwicklung. Zudem spielen das Umfeld und die Kultur eine sehr wichtige Rolle. 

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Charta-News

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Prout At Work Konferenz 2019

Stuttgart
LGBT*IQ Allies - Botschafter_innen und Verbündete - Sich stark machen für die LGBT*IQ-Community!  

„Soll ich oder soll ich nicht? Coming Out am Arbeitsplatz vom 06. – 08. Dezember

Das Seminar lädt zum Austausch von Menschen ein, die sich in ähnlichen Situation befinden.  

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