Fünf Menschen stehen vor eine grünen Wand und halten den Daumen hoch
© SV Werder Bremen

Der Werder Weg

SV Werder Bremen

Bereits vor über 10 Jahren hat man beim SV Werder Bremen begonnen, sich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. Damals wurde die Abteilung Sozialmanagement gegründet, die mittlerweile ganzheitlich ausgebaut wurde. Mit der eigenen CSR-Marke "WERDER BEWEGT - LEBENSLANG" fungiert der SV Werder in diesem Bereich als Vorreiter im deutschen Profisport. Der Verein ist der Überzeugung dass das Thema "Soziales Engagement" durch Sportvereine hervorragend geprägt werden kann und bereits geprägt wird.

Um dies entsprechend umzusetzen, setzt sich der SV Werder Bremen vor allem mit Menschen auseinander, die in besonderer Weise vom gesellschaftlichen Engagement profitieren können, wie zum Beispiel Zugewanderte, Geflüchtete oder Menschen mit Behinderungen. Aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten, Berührungsängsten, geringen finanziellen Möglichkeiten oder fehlenden Informationen haben diese Menschen einen erschwerten Zugang zu Kultur-, Bildungs- und Hilfsangeboten. Um genau diesen Zugang zu erleichtern, wurde der Werder Weg ins Leben gerufen.

 

„Als Bundesligaverein stehen wir deutschlandweit im Rampenlicht. Zahlreiche Fans unterschiedlichster Herkunft, ob mit oder ohne Behinderung drücken der Mannschaft Woche für Woche die Daumen. Wir vom SV Werder Bremen sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung dahingehend bewusst und möchten eine Vorreiterrolle ausüben. Vor allem über den Austausch mit unseren Partnern und Fans können wir für mehr Sensibilität und eine Kultur der Vielfalt werben.“

Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Geschäftsführer und Präsident

Dieser gliedert sich in die Bausteine Sport, Netzwerk und Bildung. Um den Teilbereichen Sport und Bildung in diesem Kontext gerecht zu werden, braucht es ein Netzwerk an Kooperationspartnern, das langfristig von allen Seiten mit Leben gefüllt wird.

Sport

Ziel ist es durch die kostenlosen Angebote, Menschen sowohl mit Migrationshintergrund als auch mit Handicap unverbindlich Zugang zum Fußball zu ermöglichen, Spaß am Sport zu erleben und gleichzeitig für eine aktive Beteiligung an der Gesellschaft und speziell für den gesellschaftlichen Teilbereich des Sports zu gewinnen – als aktive Mitglieder ebenso wie als ehrenamtlich Engagierte.

Bildung

Um einen nachhaltigen Kreislauf gewährleisten zu können, bietet der SV Werder Bremen den Jugendlichen aus den eigenen Projekten verschiedene Trainerausbildungen an. Es wird versucht, den Interessierten bestmöglich beim Erwerb von Trainerlizenzen zu unterstützen, um sie wiederum in den eigenen Trainingsprogrammen als Übungsleiter einsetzen zu können. Dadurch werden den Jugendlichen Perspektiven geboten. Außerdem fungieren diejenigen, die bereits länger an den Angeboten des SV Werder teilnehmen, als Vorbild für andere Kinder und Jugendliche am „Ball zu bleiben“ und ihren Weg zu gehen, für Vielfalt im Sport, Respekt und Toleranz. Neben der fußballerischen Entwicklung werden die Trainer und die Teilnehmer der Trainingsprogramme auch bei der Planung ihrer schulischen und beruflichen Zukunft unterstützt. Im Rahmen der Möglichkeiten wird versucht, Praktika im CSR-Management oder bei Partnerunternehmen zu ermöglichen, um einen Einblick ins Berufsleben zu gewähren und bestenfalls Ausbildungsplätze zu vermitteln.

Netzwerk

Netzwerkarbeit bedeutet mit Partnern zu kooperieren. Besonders beim Thema Integration, aber auch Inklusion sind Kontakte zu Experten, die sinnvoll unterstützen können, von großer Bedeutung. Wichtig ist auch, dass die einzelnen Mitglieder eines Netzwerks aus verschiedenen Bereichen kommen und so unterschiedliche Kompetenzen zum Erfolg beitragen können. Wie beispielsweise das Kooperationsprojekt des SV Werder Bremen „100 Schulen – 100 Vereine“ aus dem regionalen Einzugsgebiet. Oder die Kooperationen mit verschiedensten Kindergärten, Grundschulen, sozialen Einrichtungen und Ausbildungsbetrieben in Bremen und umzu.

Dieser ganzheitliche Ansatz gepaart mit hohem persönlichen Engagement sowie persönlichem Talent nutzt WERDER BEWEGT – LEBENSLANG als Chance zur aktiven Teilhabe und der Möglichkeit die Sportplätze gemeinsam in lebendige Orte zu verwandeln.

 

 

verschiedene Kinder sitzen auf einem Fußballfeld
© SV Werder Bremen

Projektübersicht

Themenfokus Ethnische Herkunft, Behinderung
Zielgruppe Menschen sowohl mit Migrationshintergrund als auch mit Handicap
Beginn der Maßnahme 2007
Verankerung CSR Management
Segment Vereine, Verbände, Stiftungen
Tätigkeitsbereich Kultur, Sport, Unterhaltung
Bundesland Bremen
Anzahl Beschäftigte in D 196
Name der OrganisationSV Werder Bremen

Ansprechperson

Michael Arends, Inklusion
Henrik Oesau, Integration
+49 (421) 43 45 9 -4340 oder -4311

Ähnliche Best Practice Beispiele