Becshäftigter mit Behinderung repariert einen Rechner.

Beschäftigte mit Behinderung

AfB gemeinnützige GmbH

Leistung kennt kein Handicap

Das Sozialunternehmen AfB gemeinnützige GmbH beschäftigt über 250 Menschen je zur Hälfte mit und ohne Behinderung. Erfolgreich misst es sich mit anderen IT-Dienstleistern des ersten Arbeitsmarkts und verkauft professionelle IT-Lösungen. Dieses einzigartige Unternehmensmodell setzt europaweit Maßstäbe!

Dem Firmengründer und Geschäftsführer der AfB gemeinnützigen GmbH Paul Cvilak ging es um die Herausforderung, Deutschland als Standort auf innovative Art und Weise zu nutzen. Dabei entstanden die soziale Projektkomponente wie auch die „Green IT“-Komponente von alleine. Getrieben von der Wirtschaftlichkeit, aber dabei social & green. „Diese Grundvoraussetzung macht uns so stark und konkurrenzfähig“, so Cvilak. Er ist angespornt von der Idee zu beweisen, dass man auch als gemeinnützige GmbH eine ebenso starke wie konkurrenzfähige und große Firmenstruktur schaffen kann. Das Ziel ist, das größte gemeinnützige IT-Unternehmen Europas zu sein, das als Dienstleister von großen Firmen anerkannt wird. Ein Konzern, der mehrere Niederlassungen hat, wünscht sich einen starken und standortübergreifenden Partner. Deshalb hat sich das Unternehmen international aufgestellt. Dafür braucht AfB gute Menschen mit und ohne Behinderung.

„Unsere Konkurrenz sind Firmen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dies ist der Beweis, dass man auch oder gerade wegen der Unterschiedlichkeit unserer Beschäftigten nicht nur wettbewerbsfähig, sondern auch erfolgreich sein kann.“
Paul Cvilak

Diversität ist wichtig für die Unternehmensführung. Der Fokus des Diversity Managements liegt aufgrund der Gründungsidee auf dem Aspekt Behinderung. Das Unternehmen beschäftigt Menschen auf Grund ihrer Begabung und Fähigkeiten und nicht auf Grund ihrer Behinderung. Die AfB gemeinnützige GmbH bietet Personen mit dem Ausbildungsprogramm Werkstatt – Ausbildung – Beruf (WAB) die Chance, eine drei-jährige Berufsausbildung zu dem von der IHK anerkannten Beruf „Fachpraktiker/in für IT-Systeme“ zu absolvieren. Bei erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung übernimmt AfB die Auszubildenden mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Behinderung durch eine anerkannte IT-Ausbildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Allerdings muss man Menschen mit Behinderung anders führen, wenn man ein optimales Arbeitsumfeld entsprechend des Leistungsgrades schaffen möchte, in dem Menschen bereit sind, loyal und motiviert ihr Bestes zu geben. Das Unternehmen hat von seinen Beschäftigten gelernt, dass Struktur Halt gibt. Das Arbeiten ist anders, aber nicht schlechter oder schwieriger als in jedem anderen Betrieb.

Gemeinnützigkeit heißt für AfB, dass alles, was erwirtschaftet wird, reinvestiert werden muss. Dies erklärt das rasante Wachstum seit der Gründung im Jahr 2004 in Ettlingen. Seitdem sind über 250 Arbeitsplätze geschaffen worden und zusätzliche Standorte in Berlin, Düren, Essen, Hannover, Köln, Nürnberg, Stuttgart, Paderborn, Unna, Sömmerda, Klagenfurt, Wien Annecy, Grenoble, Caen und Bern eröffnet worden. Nachhaltigkeit und Inklusion lebt AfB jeden Tag aufs Neue. Das Unternehmen zeigt, dass das Einlassen auf die Diversität der Menschen und Erkennen der Potentiale die Basis für gutes Management ist.

Hier sieht man reparierte Laptops.
© AfB

Projektübersicht

Themenfokus Behinderung
Zielgruppe Beschäftigte mit Behinderung
Beginn der Maßnahme 2004
Verankerung HR Leitung Deutschland
Segment Unternehmen
Tätigkeitsbereich Handel und Reparatur
Bundesland Baden-Württemberg
Anzahl Beschäftigte in D mehr als 250
Name der OrganisationAfB gemeinnützige GmbH

Ansprechperson

Juliya Lutz
Kommunikation
07243 200000

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