24.11.2015

Die Charta der Vielfalt unterstützt die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt mit einem neuen Praxis-Leitfaden. Die Broschüre informiert Unternehmen praxisnah zu rechtlichen und organisatorischen Fragen.

Arbeitserlaubnis, Sprachkurs, die Anerkennung von Qualifikationen – bei der Integration von Flüchtlingen stehen Unternehmen vor Herausforderungen. Pünktlich zum heutigen Deutschen Arbeitgebertag erscheint der Praxis-Leitfaden der Charta der Vielfalt „Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt!“, unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz. Die Broschüre beantwortet die wichtigsten Fragen: Wer darf arbeiten? Welche Einstiegsmodelle und Qualifizierungsmaßnahmen sind für Flüchtlinge möglich? Welche Vergütungen und Zuschüsse erhalten Arbeitgeber, die Flüchtlinge beschäftigen? Welche Erfolgsfaktoren sorgen für eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Kulturen?

„Mit dem Praxis-Leitfaden ‚Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt!‘ möchten wir Arbeitgebern praxisnahe Unterstützung anbieten und sie ermutigen, Flüchtlingen eine Chance zu geben. Durch diese zusätzlichen Arbeitskräfte können die Auswirkungen des demographischen Wandels abgeschwächt werden – vorausgesetzt, diese neue Vielfalt wird umsichtig im Arbeitsmarkt integriert“, erklärt Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Vereins Charta der Vielfalt.

Im Praxis-Leitfaden kommen Arbeitgeber zu Wort, die Flüchtlinge erfolgreich integriert haben: Ein Handwerksbetrieb in Passau ermöglicht jungen Geflüchteten Probe- und Betriebspraktika; ein Unternehmen in Brandenburg hat Flüchtlinge nach einer Grundlagenausbildung in Prozess- und Schweißtechnik als Produktionshelfer übernommen. Die Broschüre bietet außerdem eine Übersicht hilfreicher Kontakt- und Info-Adressen für Unternehmen und Institutionen.

Morgen, am 25. November, findet darüber hinaus das initiale Treffen des „Runden Tisches der Charta der Vielfalt“ zur Flüchtlingshilfe statt, koordiniert von EY in Berlin. Wirtschaftsunternehmen diskutieren zusammen mit weiteren gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren Möglichkeiten einer gemeinsamen Initiative zur Flüchtlingshilfe. Damit setzen die Unternehmen das Vorhaben um, das am 10. September zusammen mit Staatsministerin Aydan Özoğuz im Bundeskanzleramt beschlossen wurde.

Service-Angebote

Service für Medienvertreter/-innen:

  • Welche Möglichkeiten haben Asylbewerber/-innen, in Deutschland zu arbeiten? Zu diesem Thema bietet der MEDIENDIENST INTEGRATION in Kooperation mit dem Charta der Vielfalt e.V. am 11. Dezember 2015 in Nürnberg/Erlangen eine Medien-Tour an. Einen Tag lang können Journalistinnen und Journalisten mit Fachleuten zum Thema Arbeitsmarkt-Integration von Flüchtlingen ins Gespräch kommen. Stationen sind unter anderem die Bundesagentur für Arbeit und Siemens, die seit 2014 Praktika für Flüchtlinge zur Verfügung stellt. Auch Referentinnen und Referenten vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werden vor Ort sein. Interview-Möglichkeiten sind gegeben. Weitere Informationen und Anmeldung: MEDIENDIENST INTEGRATION, Jenny Lindner, lindner(at)mediendienst-integration.de
  • Außerdem vermitteln wir gerne Interview-Kontakte mit Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse (Kontaktdaten s.u.).

Kontakt:
Kerstin Tote
Charta der Vielfalt e.V.
Telefon: 030/84 71 20 82
E-Mail: presse(at)charta-der-vielfalt.de

Über den Charta der Vielfalt e.V.

Der Verein Charta der Vielfalt e.V. tritt als Unternehmensinitiative seit 2010 dafür ein, Diversity Management fest in der deutschen Wirtschaft zu verankern. Über 2250 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 7,5 Millionen Beschäftigten haben die Selbstverpflichtung Charta der Vielfalt seit 2006 bereits unterzeichnet und tragen dazu bei, Diversity Management in Deutschland gezielt zu fördern. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Zu den Mitgliedern des Vereins gehören bisher 19 Großunternehmen: adidas group, BASF SE, Bayer AG, BMW AG, BP Europa SE, Commerzbank AG, Daimler AG, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG, Ernst & Young GmbH, E.ON SE, GE Germany, Henkel AG & Co KGaA, Metro AG, Osram GmbH, SAP SE, Siemens AG.


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