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08.03.12
Vielfalt in Sachsen
Am 03.10.2011, öffnete der Sächsische Landtag zum 17. Mal seine Pforten. Mehrere Tausend Bürgerinnen und Bürger nutzten den »Tag der offenen Tür«, um die Arbeit der Landtagsfraktionen und der Landtagsverwaltung kennenzulernen. Die Geschäftsstelle des Ausländerbeauftragten stellte eine mehrteilige Präsentation vor. Die Besucher konnten sich über die aktuellen Projekte des Ausländerbeauftragten informieren, wie z.B. über die Arbeit des Runden Tisches »Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse«, über die Arbeit des Netzwerks Integration und Migration Sachsen oder den Wettbewerb zum Sächsischen Integrationspreis. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Charta der Vielfalt anschaulich vorgestellt. Die Besucher konnten sich über die konkreten Motive und Ziele jener 14 sächsischen Firmen und Verbände informieren, die die Charta bisher unterzeichnet haben. Im Jahresbericht 2011 des Sächsischen Ausländerbeauftragten werden einige Beispiele vorgestellt. Weitere Informationen finden Sie hier.
28.02.12
Bundeswehr setzt auf Vielfalt
Martin Zehe hat den Stein ins Rollen gebracht. Der Leutnant vom Luftwaffenamt Köln war bei einem Offizierslehrgang mit dem Thema Toleranz konfrontiert worden. Seitdem hat er unermüdlich bei seinen Vorgesetzten im Verteidigungsministerium für einen Beitritt zur „Charta der Vielfalt“ geworben- mit Erfolg. Am Dienstag, 28.02.2012, unterzeichnete der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey, im Beisein von Staatsministerin Maria Böhmer die „Charta der Vielfalt“. „Auch in der Bundeswehr spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft in großen Teilen wider“, so Kossendey. Er betonte, dass die Bundeswehr bereits heute hohe Anforderungen an sich selbst stelle: mit dem Leitbild des Personalmanagements, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt, mit dem Konzept der Inneren Führung sowie dem Leitbild vom Staatsbürger in Uniform. „Gemeinsam mit den Integrationsfaktoren bieten sie Diskriminierungen keinen Nährboden und führen idealerweise zu einer echten gegenseitigen Wertschätzung“, erklärte der Staatssekretär.
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung nahm gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Initiative „Charta der Vielfalt“, Aletta Gräfin von Hardenberg, an der kleinen Feierstunde zur Unterzeichnung der Charta im Verteidigungsministerium teil. Auch Gräfin von Hardenberg zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Maßnahmen der Bundeswehr, Vielfalt aktiv zu fördern und ein wertschätzendes Miteinander zu stärken: „Die Bundeswehr ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Vielfalt zunehmend auch im öffentlichen Sektor bewusst eingesetzt wird, um sich als guter Arbeitgeber zu positionieren und wettbewerbsfähig zu bleiben."
Leutnant Martin Zehe zeigte sich zufrieden darüber, dass er mit seinem beharrlichen Einsatz Erfolg hatte. „Wir vertreten bereits heute alles, was die Charta abdeckt“, findet Zehe. Das solle durch den Beitritt zur Charta nun auch öffentlich bewusster gemacht werden. Wenn bekannter würde, wie offen die Bundeswehr gegenüber Minderheiten sei, könnten viele Vorurteile aufgebrochen werden. Auch mit praktischem Nutzen für die Bundeswehr: die Nachwuchswerbung könne dann breitere Massen ansprechen. Vor allem aber setze die Unterzeichnung der Charta ein Zeichen: „Es ist ein neues Zeichen für eine neue Zeit“, so Zehe.
20.02.12
Berufsorientierung von Jungen
Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. in Bielefeld liefert mit der aktuellen Expertise "Boys'Day - Jungen-Zukunftstag |Neue Wege in der Berufsorientierung und im Lebensverlauf von Jungen" einen fundierten Überblick zur Situation von Jungen in Deutschland.
Autor Michael Cremers legt mit seinem Werk eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse neuer Daten und Studienergebnisse zu den Themen Schule, duale und vollzeitschulische Ausbildung, Arbeitsmarkt, Männlichkeitsvorstellungen sowie Möglichkeiten der geschlechtsbezogenen Pädagogik vor. „Die hier ebenfalls vorgestellten Ergebnisse von Neue Wege für Jungs machen dabei Mut, denn sie zeigen eines ganz deutlich: Jungen sind offen für neue Lebensentwürfe und Rollenmuster“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
So ergab zum Beispiel eine Befragung von rund 4.000 Jungen im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung von Neue Wege für Jungs, dass drei von vier Jungen es gut fänden, die für Männer noch untypischen Berufe im Rahmen eines Kurzzeitpraktikums kennenzulernen. Zudem stellte sich heraus, dass das Interesse größer ist, umso jünger die Jugendlichen sind.
Mit bundesweiten Projekten wie dem Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag und dem Boys'Day - Jungen-Zukunftstag, werden Jugendlichen frühzeitig neue Möglichkeiten für ihre Berufs- und Lebensplanung jenseits tradierter Rollenvorstellungen aufgezeigt und erfahrbar gemacht.
Zur Expertise als PDF-Download:http://www.boys-day.de/content/download/13552/100442/file
17.02.12
Women-on-Board-Index 2012
Frauen in die Aufsichtsräte e.V. (FidAR) veröffentlichte heute den Women-on-Board-Index 2012. Wie hat sich der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen der 160 im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX notierten Unternehmen im Jahr 2011 entwickelt? Der WoB-Index kommt zu folgendem Ergebnis: 11 Jahre nach der Selbstverpflichtungserklärung der deutschen Wirtschaft, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, und 3 Jahre nach der Aufnahme der Forderung nach mehr Vielfalt in den Deutschen Corporate Governance Kodex liegt der kumulierte Anteil von Frauen bei 8 Prozent (Stand 14.01.2012). Das bedeutet einen Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten zum Vorjahr. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
01.02.12
Integration gelingt oft problemlos
Ende Januar 2012 gab der DIHK die Ergebnisse seiner Umfrage zur Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund in Deutschland in Form eines Unternehmensbarometers heraus. 1.500 Antworten liegen der Publikation zugrunde. DIHK-Präsident Driftmann fasst das Barometer sehr positiv zusammen: „Die Integration gut qualifizierter Migranten in den Unternehmen gelingt in der Regel problemlos. Ein Großteil der Betriebe fördert die Integration aktiv durch vielfältige Maßnahmen.“ Dieses Ergebnis sei durchaus ermutigend, doch solle sich nicht darauf ausgeruht werden. Nach wie vor müssen sich Politik, Unternehmen und die Bürger/-innen für eine bessere Willkommenskultur in Deutschland einsetzen.
Das Unternehmensbarometer „Integration sichert Zukunft“ finden Sie hier.
31.01.12
5. Integrationsgipfel verabschiedet „Nationalen Aktionsplan“
„Der Nationale Aktionsplan Integration vergrößert die Chancen jedes einzelnen Migranten auf gleiche Teilhabe. Zugleich werden der Zusammenhalt und das Miteinander gestärkt – davon profitieren alle Menschen in unserem Land.“ Das erklärte Staatsministerin Maria Böhmer heute auf dem 5. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt anlässlich der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Integration. Zu dem Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel rund 120 Persönlichkeiten eingeladen, die an der Erarbeitung des Aktionsplans mitgewirkt hatten. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Länder, der Kommunen, der Wohlfahrtsverbände, von Wirtschaft und Gewerkschaften, der Wissenschaft, von Sport, Kultur, Medien, Religionsgemeinschaften und mehr als 30 Migrantenorganisationen.
Der Aktionsplan entwickelt den Nationalen Integrationsplan weiter. Erarbeitet wurde der Aktionsplan in elf Dialogforen. Inhaltlich im Mittelpunkt stehen die Großbaustellen Sprache, Bildung und Ausbildung sowie Arbeitsmarkt. Neue Schwerpunkte sind die Themen Migranten im öffentlichen Dienst und Gesundheit und Pflege.
Mit dem Aktionsplan soll ein Paradigmenwechsel eingeleitet werden, weg von zeitlich befristeten Projekten zu Regelangeboten, um damit eine neue Qualität in der Integrationspolitik zu erreichen. Klar definierte Ziele, die überprüfbar und messbar sind, sollen außerdem dafür sorgen, dass eine stärkere Verbindlichkeit hergestellt wird.
Weitere Informationen zum Nationalen Aktionsplan finden Sie hier.
30.01.12
Umfrage unter Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie
Eine Umfrage des VAA - Führungskräfte Chemie zum Thema Diversity kommt enttäuschenden Ergebnissen.
Die Relevanz des Themas „Diversity & Inclusion“ ist in vielen Unternehmen noch nicht angekommen. Nur 30 Prozent der Befragten geben an, dass Diversity bei Führungsseminaren besprochen wird. Wenn Schulungen angeboten werden, richten sich diese an alle Ebenen: Vom Top-Management über die obere Führungsebene bis hin zum mittleren Management. Bei bonusrelevanten Zielen spielt Diversity kaum eine Rolle. Gerade einmal sechs Prozent der befragten Führungskräfte bezeichnen das Thema als signifikante Größe bei der Zielvereinbarung.
Oft wissen die Befragten nicht, ob es Unterstützungsprogramme für einzelne Gruppen gibt. Bei Angeboten zur Unterstützung von Frauen geht die Wahrnehmung zwischen den Geschlechtern deutlich auseinander: Während knapp 40 Prozent der männlichen Führungskräfte angeben, dass Frauen im Unternehmen besonders unterstützt werden, bejahen die weiblichen Führungskräfte dies nur zu 22 Prozent. Diversity als Teil des Führungsstils in ihrem Unternehmen sehen nur 33 Prozent der Befragten.
Dem steht gegenüber, dass für die Befragten der Ruf eines Unternehmens bei der Arbeitgeberwahl das mit Abstand wichtigste Kriterium ist. Die Hälfte der befragten Führungskräfte hat sich bei der aktuellen Firma aufgrund des guten Images beworben. Dies zeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich als attraktive Arbeitgeber aufzustellen. Ebenfalls entscheidend ist der Wunsch nach interessanten Aufgaben und nach Entwicklungschancen.
Weitere Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.
