15.05.12

Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter Migrantinnen

Um die Lebenssituation von hochqualifizierten Migrantinnen zu beleuchten und Strategien für einen besseren Zugang zu einer adäquaten Erwerbstätigkeit zu entwickeln, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) über drei Jahre das Projekt „Die Integration hochqualifizierter Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt“ gefördert. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HU Berlin, der TU Hamburg-Harburg und der RWTH Aachen haben dazu die Erwerbsverläufe hochqualifizierter Migrantinnen aus den postsozialistischen Staaten untersucht. Der Anteil der promovierten Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften liegt in den ehemaligen Ostblockstaaten oft deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt.

Zentrale Ergebnisse der qualitativen Studien sind:

  • Migrantinnen, die nicht über die regulierte hochqualifizierte Migration zuwanderten, thematisierten Zugangsbarrieren zum Arbeitsmarkt aufgrund geschlechtlicher oder ethnischer Zuschreibungen oder aufgrund des Status als Migrantin. Migrantinnen, die mit einem Arbeitsvertrag oder in Aussicht auf einen Arbeitsvertrag zuwanderten, teilten diese Erfahrung nicht.
  • Migrantinnen, die nicht über die regulierte hochqualifizierte Migration zuwanderten, machten häufig die Erfahrung, dass ihre Qualifikation als Ingenieurin oder Naturwissenschaftlerin bei der Arbeitsvermittlung und auf dem Arbeitsmarkt in Frage gestellt wurde.
  • Die Arbeitsvermittlung ist noch nicht ausreichend auf die Beratung von Hochqualifizierten, insbesondere von hochqualifizierten Migrantinnen und Migranten, vorbereitet.
  • Migrantinnen, die qualifikationsadäquat in den Feldern technisch-naturwissenschaftlicher Berufe beschäftigt sind, thematisieren Ausschlussmechanismen aufgrund des Geschlechts. Höhere Positionen bleiben ihnen häufig verschlossen.
  • Migrantinnen, insbesondere die Mütter unter ihnen, sehen sich mit dem „Vereinbarkeitsproblem“ in Deutschland konfrontiert: Idealvorstellungen, die einen Gegensatz und gegenseitigen Ausschluss von Berufstätigkeit und Sorgeaufgaben für Frauen beinhalten. Damit gehen fehlende Einrichtungen für Kinderbetreuung sowie eine oft wenig familienfreundliche Arbeitskultur einher. Daraus folgt zudem der Ausschluss von Frauen von Stellen und höheren Positionen. Darüber hinaus erweisen sich hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit für den Arbeitsplatz in den Technologiebranchen ebenso wie im wissenschaftlichen Feld als üblich.

Die ausführliche Studie finden Sie hier.


 
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14.05.12

Charta der Vielfalt in Berliner Senatskanzlei geehrt

Die Charta der Vielfalt zählt zu den 45 Berliner Preisträgern im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Bei einem Empfang im Roten Rathaus in Berlin begrüßte heute Michael Müller, Bürgermeister und Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, die „Ausgewählten Orte 2012“. Diese sind Beispiele für die ausgeprägte Innovationskultur und Spiegelbild bedeutender Zukunftstrends.  „Hinter den ‚Ausgewählten Orten 2012‘ stehen Ideen, die begeistern – von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, gratulierte Harald Eisenach von der Deutschen Bank. 

Bürgermeister Michael Müller beglückwünschte die Initiative Charta der Vielfalt für ihre Leistungen und überreichte die offizielle Ehrentafel des Wettbewerbs. „Ich freue mich über die vielen erfolgreichen Bewerbungen aus Berlin. Die Vielfalt und Kreativität der Berliner Projekte sind beeindruckend. Sie spiegeln beispielhaft die besonderen Stärken Berlins wider. Und hinter jeder der Erfolgsgeschichten stehen Berlinerinnen und Berliner, die etwas bewegen und leisten wollen. Und denen es mit enormem Engagement, Ideenreichtum und Innovationsgeist gelingt, unsere Stadt noch lebenswerter, attraktiver und sozialer zu machen. Dafür danke ich den Preisträgerinnen und Preisträgern im Namen des Berliner Senats.“

Alle 365 Projekte präsentieren sich im Laufe des Jahres jeweils an einem speziellen Tag als „Ausgewählter Ort“ der Öffentlichkeit. Der Tag der Charta der Vielfalt wird der 10. September 2012 sein - pünktlich zum zweijährigen Bestehen des Vereins.


 
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03.05.12

„Diversität 2012 - Unternehmen mit Vielfalt“

Der Ideenwettbewerb „Diversität 2012“ des Projektverbundes „MellonPlus - Gesundheit goes Diversity“ richtet sich, entsprechend den Tätigkeitsbereichen und Schwerpunkten der Verbundpartner, an Unternehmen aus der Gesundheitsbranche in folgenden Handlungsfeldern:

  • Life Science: Forschung, Technologieentwicklung, Medizintechnik, Biotechnologie, Pharma, Gesundheitshandwerk
  • Gesundheitswesen: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Berufsbildung: Bildungseinrichtungen für Medizin- und Gesundheitsberufe

Ziel ist es, Unternehmen und Einrichtungen zu identifizieren, die sich dem Thema Diversität aktiv stellen und in allen Bereichen der Unternehmenspolitik berücksichtigen, modellhaft einen hohen Standard bei der Integration von Personal in Verschiedenheit sowie bei der Berücksichtigung von Verschiedenheit bei ihren Nutzerinnen und Nutzern entwickeln und diesen als Best Practice weiter ausbauen wollen.

Die Wettbewerbsgewinnenden werden im Rahmen der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft am 4./5.7.2012 in Rostock bekanntgegeben. Sie erhalten professionelle Unterstützung bei der Einführung eines Diversitätsmanagements mit Erfassung der Ausgangs- und Bedarfssituation sowie entsprechend ausgerichtete Begleitung von Prozessen der Personal,- Organisations- und Produktentwicklung bzw. - umgestaltung.

Der Wettbewerb „Diversität 2012“ wird vom Konsortium „MellonPlus - Gesundheit goes Diversity“ ausgeschrieben, dem Partner aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen angehören. Teilnahmeschluss ist der 31.05.2012. Weitere Informationen finden Sie hier.


 
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27.04.12

Wirtschaftsrat neuer Unterzeichner

Am 26.4.2012 unterzeichnet der Wirtschaftsrat anlässlich des Bundessymposions „Fachkräftebedarf decken - Wachstumsbremse lösen!“ die Charta der Vielfalt.

„Prognosen zeigen, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 mehr als 5 Millionen Fachkräfte fehlen werden. Allein durch eine Bildungsoffensive ist diese Lücke nicht zu schließen. Der Wirtschaftsrat plädiert daher schon seit längerem für eine stärkere Ausschöpfung bisher ungenutzter Potenziale“, erklärt Prof. Hans Helmut Schetter, Vizepräsident des Wirtschaftsrates  der CDU.  „Vor allem ältere Menschen und solche mit ausländischen Wurzeln müssen stärker an den Arbeitsmarkt gebunden werden. Aber auch die Fähigkeiten von Frauen sollten in Zukunft besser genutzt werden.“  Da die Charta die ökonomischen Vorteile von Vielfalt in Unternehmen betont, „ist die Unterzeichnung die logische Konsequenz unserer wirtschaftlichen Überzeugung“, so Schetter weiter.

Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e.V.,  erhofft sich durch die Unterzeichnung des Wirtschaftsrats eine Signalwirkung auf weitere Institutionen und Verbände. Gleichzeitig unterstreiche die Unterzeichnung die gestiegene Relevanz des Themas Diversity: „Dass eine Institution, die als wichtiges Sprachrohr der Wirtschaft gilt, die Charta unterzeichnet, zeigt, dass das Thema Vielfalt in seiner ganzen Bandbreite das wirtschaftliche Bewusstsein erreicht hat.“

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer betont: „Seit fast 50 Jahren setzt der Wirtschaftsrat der CDU entscheidende Akzente in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt stellt der Wirtschaftsrat erneut die richtigen Weichen für die Zukunft. Die Ausbildung und Beschäftigung insbesondere von Menschen aus Zuwandererfamilien sind ein doppelter Gewinn! Die Migrantinnen und Migranten selbst erhalten eine Chance für eine erfolgreiche Perspektive in unserem Land. Und die Unternehmen und Organisationen profitieren von den Sprachkenntnissen und oft eigenen kulturellen Erfahrungen der Migranten.“


 
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20.04.12

Für mehr Vielfalt in Verwaltungen

Diversity Management ist nicht nur ein Thema für Unternehmen. Auch auf Verwaltungsebene hat sich in den letzten Jahren viel getan. Um diese Entwicklungen noch weiter voranzubringen, hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Diversity-Handreichung für Kommunen verfasst.

Zunächst wird erklärt was Diversity eigentlich ist, sodass sich diese Handreichung auch für Diversity-Einsteiger eignet. Anschließend wird näher auf die Vorteile von Diversity in Verwaltungen eingegangen. Denn Diversity soll nicht nur Chancengleichheit für alle Menschen sichern, sondern kann Verwaltungen auch zu besseren Dienstleistern und attraktiveren Arbeitgebern machen.

Die Handreichung "Diversity-Prozesse in und durch Verwaltungen anstoßen: von merkmalsspezifischen zu zielgruppenübergreifenden Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit" finden Sie hier.


 
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18.04.12

Personalmanagement Award wird vergeben

Der Personalmanagement Award zeichnet im Jahr 2012 besondere Leistungen im Themenbereich Diversity aus. Der Award wird in drei Kategorien vergeben:

  • Großunternehmen (Beschäftigung von mehr als 5000 Mitarbeitern)
  • kleine und mittelständische Unternehmen (weniger als 5000 Mitarbeiter)
  • Organisationen und Verbände

Der Einreichungsschluss ist Montag, der 14. Mai 2012 um 18 Uhr.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden sie hier.


 
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18.04.12

CIVIS Medienpreis 2012

Der CIVIS Online Medienpreis prämiert journalistische Internetangebote zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt in Europa, die webgerecht grafisch und multimedial aufbereitet sind. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der Preisträger - www.cafebabel.com - das grenzüberschreitende multikulturelle und multilinguale Netzwerk aus Paris bietet enorme journalistische Partizipationsmöglichkeiten. Mehr als 1.500 Autoren, Übersetzer, Videomacher, Fotografen aus ganz Europa arbeiten an einem integrativen Dialog über Themen der kulturellen Vielfalt, Zivilgesellschaft und Demokratie. Das multimediale Webangebot mit Nachrichten, Lifestyle, Kultur und Politik zielt auf junge Europäer. Berichtet wird nach Ansicht der Jury „mit ungewöhnlichen interessanten Geschichten - sehr gut recherchiert, frech aufbereitet“.

Nominiert zum CIVIS Online Medienpreis 2012 waren ebenfalls das multimediale Onlineprojekt der Hochschule Bremen - www.augenaufbremen.de - und das journalistische Netzwerk zur Verständigung zwischen den Kulturen - www.qantara.de.

Die Preisverleihung findet am 18. April 2012, um 17.00 Uhr, im Bundeskanzleramt in Berlin statt. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, wird die Veranstaltung eröffnen. Die Vorsitzende des Kuratoriums der CIVIS Medienstiftung, die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin, Monika Piel, überreicht den Online-Preis. Die CIVIS Jurymitglieder Friederike Behrends (WDR mediagroup), Prof. Dr. Jo Groebel (European Digital Institute Berlin) und Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld) würdigen die nominierten Webangebote. Die Präsentation übernimmt Michael Radix, Geschäftsführer der CIVIS Medienstiftung.


 
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