A. Gräfin v. Hardenberg Foto: R. Thiede

„Am besten lernt man am Beispiel gelungener Praxis"

Unsere Best Practice Interviewserie starten wir mit einem Gespräch mit der Geschäftsführerin des gemeinnützigen Charta der Vielfalt e.V., Aletta Gräfin von Hardenberg. Sie stellt die Arbeitsschwerpunkte der Initiative und den Mehrwert des neuen Internetauftritts vor. In den nächsten Monaten finden Sie hier vielfältige Best Practice Beispiele zum Diversity Management in Deutschland und wir stellen konkrete und bewährte Praktiken aus den Mitgliedsunternehmen der Charta der Vielfalt vor.

Welchen Fokus haben Sie mit der Charta der Vielfalt in den kommenden Monaten, Gräfin von Hardenberg?

Wir wollen uns ganz klar als Agenda-Setter zur Diversity in Deutschland positionieren! Derzeit haben über 1100 Unternehmen die Charta unterschrieben. Alle wichtigen Diversitythemen werden bei uns gebündelt. Unsere Angebote an Unternehmen verbreiten wir über diverse Medien: die neue Internetseite, Twitter und regelmäßige Newsletter. Wir informieren und stellen dazu bundesweit anwendbare Produkte mit einem ganzheitlichen Ansatz vor. Das heißt aber nicht, dass wir von Zeit zu Zeit nicht auch Schwerpunktthemen in unserer Kommunikation setzen werden.

Welche Ziele verfolgen Sie mittelfristig mit der Charta?

Die Charta ist eine Selbstverpflichtung und wir wollen mit der Gruppe der Unterzeichner die Agenda-Setter für Diversity in Deutschland sein. Unsere Schwerpunkte sind Bildung und Information. Wir werden mit Veranstaltungen, Konferenzen, Vorstellung von Best Practice regional aktiver werden. Dabei unterstützen uns zunehmend auch unsere Mitgliedsunternehmen und auch alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.

Können Sie zwei Ihrer Schwerpunktthemen konkretisieren?

Innovation im Zusammenhang mit Teamzusammensetzung und mehr Kreativität bei  richtig eingesetzten und geführten gemischten Teams. Demographie! Weil ich fest davon überzeugt bin, dass  Age Diversity auf alle Diversity Segmente einzahlt. Es geht hier um mehr als um die Baby-Boomer oder die Silver-Ager, es geht um alle Generationen im Arbeitsleben. Wer nicht genügend Fachkräfte hat, muss mehr Vielfalt in der Belegschaft akzeptieren und fördern.

Wie nutzen Sie dafür Ihren Internetauftritt?

Die besten konkreten Beispiele von unterschiedlichen Unternehmen und Institutionen werden wir monatlich genau hier vorstellen. Es wird ein bunter Bilderbogen, der alle Facetten von Diversity in Deutschland zeigen soll. Wir beginnen diese lebendige Serie mit unseren Vereinsmitgliedern, aber planen, später auch kleine und mittelständische Unternehmen oder Organisationen vorzustellen. Am besten lernt man am Beispiel von gelungener Praxis, die ich entweder nachnutze oder in einer Abwandlung für mich als neues Format aufbereiten kann.

Wir freuen uns auf ein konstruktives Feedback aller User unserer überarbeiteten Homepage. Ich hoffe, dass der neue Internetauftritt mit den praxisorientierten Angeboten zur kreativen Umsetzung der Diversity beiträgt!

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